Darf ich Sauce Hollandaise in der Schwangerschaft essen?

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Die berühmte Sauce, die bei uns Deutschen meistens im April zur Spargelzeit serviert wird, kommt ursprünglich aus Frankreich. Dort wird sie auch zu Fisch, Fleisch und Gemüse angerichtet. Wer die Sauce von euch schon mal selbst gemacht hat, weiß, dass man schon ganz sensibel daran gehen muss, denn sonst bekommt man die Sauce einfach nicht so hin wie man es gern hätte. Darf man sie jedoch eigentlich in der Schwangerschaft essen?

Wie wird die klassische Sauce Hollandaise zubereitet?

Die Zutaten der Sauce Hollandaise bestehen aus geschmolzener Butter, Eigelb, Wasser, Zitronensaft, Salz und Pfeffer. Verfeinert wird die Sauce Hollandaise oft noch mit Weißwein. Bei der klassischen Zubereitung rührt man das Eigelb mit Wasser und Zitronensaft und Salz über einem Wasserbad, bis die Masse cremig wird. Hierbei ist es wichtig, dass das Eigelb nicht zu stark erhitzt wird (also das Wasser im Wasserbad darf nicht kochen), da es sonst zu stocken beginnt und Klümpchen gebildet werden. Danach nimmt man sie vom Wasserbad und gibt langsam die geschmolzene Butter unter ständigem Rühren dazu. Auch hier besteht die Schwierigkeit darin, die Butter ganz vorsichtig unterzurühren, da sonst die Verbindung zwischen Wasser und Fett bricht und es keine cremige einheitliche Masse wird. Hat jedoch alles geklappt, wird die Sauce nur noch mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt und sofort serviert. Leider kann man sie nicht nochmals aufwärmen, da sie sonst gerinnt.

Sauce Hollandaise in der Schwangerschaft

Selbstgemachte Sauce Hollandaise ist in der Schwangerschaft aufgrund des rohen Eigelbes leider nicht erlaubt.

Wie du oben schon vielleicht ahnen konntest, ist selbstgemachte klassische Sauce Hollandaise aufgrund des rohen Eigelbes, welches nicht genug gegart wurde, in der Schwangerschaft nicht zu empfehlen. Rohe Eier können Bakterien wie Salmonellen enthalten. Kommt es zu einer Salmonellenvergiftung, würdest du unter Erbrechen, Durchfall und auch Fieber leiden. Direkt schädlich kann es zwar nicht für dein Kind sein, jedoch kann dein Flüssigkeitsverlust während der Schwangerschaft negative Auswirkungen auf dein Kind haben.
Im Restaurant solltest du nachfragen, wie sie die Sauce Hollandaise zubereiten. Auf der sicheren Seite bist du allerdings, wenn du darauf während der Schwangerschaft verzichtest.


Rezept: Selbstgemachte Sauce Hollandaise ohne Ei

Bei der Zubereitung ohne Ei seid ihr nicht nur wegen des rohen Eies auf der sicheren Seite, sondern auch aufgrund der komplizierten Zubereitung, die hier wegfällt. Bei dem Rezept ohne Ei wird die Sauce Hollandaise auf der Basis einer Mehlschwitze angefertigt und somit in der Schwangerschaft erlaubt.

Zutaten (für 4 Personen):
• 100 g Butter
• 2 EL Mehl
• 200 ml Wasser
• 50 ml süße Sahne
• Zitronensaft
• Salz und Pfeffer

Zubereitung:
Zunächst wird die Butter in einem kleinen Topf geschmolzen. Anschließend wird das Mehl ganz langsam für die Mehlschwitze hinzugefügt. Unter ständigem Rühren wird nun das Wasser vorsichtig hinzugefügt. Das Ganze lässt du kurz aufkochen und nimmst dann den Topf vom Herd. Füge süße Sahne hinzu und schmecke die Sauce Hollandaise mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer ab.


Sauce Hollandaise aus dem Tetrapack von Thomy, Knorr etc.

Die Fertigsaucen kommen zwar nicht ganz an die selbstgemachte Sauce Hollandaise heran – bieten jedoch eine gute Alternative. In den Industrie- bzw. Fertigprodukten sind meist gar keine Eier und Butter enthalten, sondern Pflanzenöl. Und falls Eier enthalten sind wie es bei Knorr und Thomy der Fall ist, sind sie bereits so erhitzt worden, sodass keine Salmonellen mehr enthalten sein können.

Genauso sieht es mit Aioli und Mayonnaise aus: Die, die selbstgemacht sind, solltest du lieber aufgrund der rohen Eier vermeiden; die, die du abgepackt im Glas bzw. in der Tube im Supermarkt bekommst, kannst du ohne Bedenken essen.

 

 

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