Darf ich Matjes in der Schwangerschaft essen?

Matjes in der Schwangerschaft© Thomas Francois – stock.adobe.com

Während der Schwangerschaft stehen so einige Dinge auf der Liste, die man vermeiden sollte. Darunter fallen auch einige leckere Fischspezialitäten – wie sieht es mit dem zarten Matjes aus?

Was ist Matjes und wie wird er hergestellt?

Matjes kommt vom niederländischen Begriff „Maagdenharing“ und bedeutet „Jungfrauenhering“. Matjes ist also ein jungfräulicher, geschlechtsreifer Hering, der jedoch im Fangjahr noch keine Geschlechtsprodukte wie Rogen oder Milch gebildet hat. Denn nur so behält er seinen hohen Fettgehalt von etwa 20 Prozent. Die Saison findet meist von Mai bis Juli statt, denn der Saisonstart richtet sich nach dem Reifegrad der Heringe. Danach beginnt wieder die Fortpflanzungszeit.
Nach dem Fang werden die Köpfe und Innereien der Heringe bis auf die Bauchspeicheldrüse entfernt. Danach werden sie mit Schwänzen und Gräten etwa eine Woche lang in Salzlake in Holzfässer zum Reifen gegeben. Durch ein Enzym der Bauchspeicheldrüse wird der Hering besonders zart.

Unterschied zwischen echtem Matjes und Matjes nach nordischer Art

Echter Matjes oder auch Matjes nach holländischer Art wird kühl gelagert und verzehrt, denn Wärme bekommt der Fischspezialität nicht. Beim Kauf sollte allgemein schon darauf geachtet werden, dass der Matjes wieder schnell an einen kühlen Ort gelangt. Am besten am gleichen Tag oder spätestens bis zum nächsten Tag sollte echter Matjes verzehrt werden.
In unseren deutschen Supermärkten bekommt man wohl kaum den echten Matjes. Dort findet man nur Matjes, der eingeschweißt im Kühlschrank liegt, und als „Matjes nordische Art“ bezeichnet wird. Dieser Matjes ist in Öl, Zucker, Salz, Gewürzen und Säuerungsmittel mariniert worden und kann einige Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden. Von der Konsistenz her ist er fester als der echte Matjes.

Verzehr von Matjes in der Schwangerschaft

Du solltest Matjes während der Schwangerschaft vermeiden.

Matjes werden eingelegt und so haltbar gemacht. Jedoch werden sie dabei nicht erhitzt und so könnten eventuelle Krankheitserreger noch enthalten sein. Genauso sieht es mit Rollmops in der Schwangerschaft aus. Geräucherte Fischprodukte wie Stremellachs und Räucherlachs sind leider auch nicht zu empfehlen. Fisch ist allerdings sehr zu empfehlen – daher grille oder brate den Fisch doch einfach! Zum Beispiel kannst du bedenkenlos Brathering in der Schwangerschaft verzehren.

 

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