Darf ich Hüttenkäse in der Schwangerschaft essen?

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Käse ist ein toller Kalzium- und wertvoller Eiweißlieferant, der viele Nährstoffe und Vitamine enthält und so zur Entwicklung der Knochen deines Babys beitragen kann. Besonders wird der Hüttenkäse bei Diäten und für Sportler empfohlen, da er nicht so fettreich ist, jedoch viel Proteine enthält. Wie sieht es jedoch in der Schwangerschaft aus? Darfst du Hüttenkäse verzehren oder gehört er der Liste der Käsesorten an, die du während der Schwangerschaft lieber vermeiden solltest?

Was ist Hüttenkäse und wie wird er hergestellt?

Hüttenkäse gehört zu den Frischkäsesorten und ist bekannt durch seine körnige Struktur, weshalb er auch körniger Frischkäse genannt wird. Obwohl er zur Gruppe von Frischkäse gehört, bedeutet dies jedoch nicht, dass er aus Rohmilch hergestellt wird, sondern aus pasteurisierter Milch, um genau zu sein aus Magermilch. Diese wird erhitzt und mit Bakterien, Enzymen und Milch angedickt, sodass die typischen kleinen Körner entstehen. Diese werden anschließend mit Salz und Sahne gewürzt.

Verzehr von Hüttenkäse in der Schwangerschaft

Hüttenkäse kannst du ohne Bedenken essen! Aufgrund seines niedrigen Fettgehalts und seiner wenigen Kalorien gilt er als sehr gesund!

Beachte jedoch, dass du den Hüttenkäse im Kühlschrank aufbewahrst und ihn innerhalb von zwei Tagen verzehrst, da er sonst schnell schlecht werden kann. Auch andere industriell hergestellte Frischkäsesorten wie Ricotta, Fetakäse, Mozzarella oder Mascarpone darfst du während deiner Schwangerschaft zu dir nehmen. Genauso wie Hartkäsesorten wie Parmesan, wobei du hier lieber die Rinde abschneiden solltest, da diese Bakterien enthalten kann.

Hüttenkäse beliebt bei Diäten und Sportlern

Da der Hüttenkäse wenige Kalorien, jedoch viele Proteine und Kalzium besitzt, gehört der Hüttenkäse oft bei Sportlern als auch bei Personen, die abnehmen wollen, auf den Ernährungsplan. Darüber hinaus ist er reich an Kalzium, was wichtig für deine Knochen und Zähne ist. Als Milchprodukt enthält Hüttenkäse auch das Vitamin B12, welches unter anderem am Fettabbau und an der Blutbildung beteiligt ist sowie dafür sorgt, dass das Nervensystem funktioniert.

Unerlaubte Käsesorten in der Schwangerschaft

Nicht alle Käsesorten sind in der Schwangerschaft zu empfehlen, da sie gefährliche Erreger enthalten könnten, die bei deinem Baby im schlimmsten Fall großen Schaden anrichten kann. Hierbei handelt es sich um Listeriose, einer Infektionskrankheit, die das Fehlgeburtsrisiko erhöhen kann. Besonders Käse, der aus Rohmilch hergestellt wird, solltest du während der Schwangerschaft vermeiden, da die Milch nicht pasteurisiert, also erhitzt wird, und somit Krankheitserreger nicht abgetötet werden können. Falls du im Supermarkt stehst und nicht weißt, ob eine bestimmte Käsesorte aus Rohmilch hergestellt wird, kannst du dies ganz leicht herausfinden. Denn in Deutschland ist es vorgeschrieben, dass Produkte, die aus Rohmilch hergestellt werden, auch so gekennzeichnet werden müssen. Schaue daher einfach auf die Verpackung, ob dies so drauf steht. Außerdem würde ich dir raten, auch auf weichen Käse wie Gorgonzola, Camembert oder Brie zu verzichten, auch wenn sie aus pasteurisierter Milch hergestellt werden. Der Grund liegt darin, dass sie feuchter sind und weniger säurehaltig, sodass sie einen idealen Nährboden für Listerien bilden können.

Meine Infografik für dich: Verzehr von Käse in der Schwangerschaft

In meiner Infografik bekommst du einen Überblick über den Genuss von Käse in der Schwangerschaft:

• Welche Käsesorten sind erlaubt und auf welche solltest du lieber verzichten?
• Welche Nährstoffe und Vitamine besitzt Käse?
• Wie gehe ich am besten mit Käse in der Schwangerschaft um?

» Klick hier, um die Infografik zu vergrößern

 

 

Was habe ich für die Erstausstattung meines Babys alles gebraucht und worauf kannst du verzichten? Hier geht’s zu meiner persönlichen Checkliste für die Erstausstattung eines Babys!

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